Gesellschaftliche Bedeutung von Verhütung
Die Verhütung ungeplanter Schwangerschaften ist seit Jahrtausenden ein wichtiges Thema für Frauen und ihre Familien auf der ganzen Welt. Lange Zeit war Sexualität eng mit Fortpflanzung verknüpft. Frauen stand keine sichere Methode zur Verfügung, mit der sie autonom darüber entscheiden konnten, ob und wann sie schwanger werden wollten.
Dass Frauen bereits vor über 2.000 Jahren versuchten, sich z. B. mit bestimmten Pflanzenextrakten vor einer ungeplanter Schwangerschaft zu schützen, macht das Bedürfnis nach einer selbstbestimmten Verhütung deutlich. Erst seit Anfang der 1960er-Jahre steht Frauen mit der Entwicklung oraler hormoneller Kontrazeptiva, der so genannten „Pille“, eine im Vergleich revolutionäre Methode der Empfängnisverhütung zur Verfügung.
Die Pille gehört zu den wichtigsten Erfindungen auf dem Gebiet der Kontrazeption und gilt als eine der zentralen Innovationen in der Pharmazie des letzten Jahrhunderts. Mit der Pille änderte sich die Rolle der Frau in der Partnerschaft, aber auch in der Gesellschaft fundamental. Sie ermöglichte einen Zugewinn an sexueller Freiheit sowie eine eigenständige Lebensplanung der Frau.
Große Auswirkungen hatte die verbreitete Verwendung von Verhütungsmitteln und insbesondere der Pille seit den 1960er-Jahren somit auch auf die Familienplanung und die Geburtenrate. Während Mitte des 19. Jahrhunderts eine verheiratete Frau im Durchschnitt sechs Kinder zur Welt brachte, liegt heute die Anzahl der Kinder pro Frau nach einer Geburtenstatistik der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2005 weltweit bei 2,6. In den Industriestaaten hat jede Frau durchschnittlich 1,6 Kinder.
Mit unserem Informationsportal wollen wir über wichtige Aspekte inklusive der Risiken rund um die Pille und insbesondere die Kombinationspille informieren und Anwenderinnen bei der Wahl der für sie richtigen Verhütungsmethode unterstützen.


