Risiko einer venösen Thrombose/Thromboembolie

Seit der Markteinführung der so genannten Pille vor fast 50 Jahren ist bekannt, dass alle kombinierten hormonellen Verhütungspräparate das Risiko einer Thrombose erhöhen. Thrombose ist der medizinische Begriff für eine Blutpfropfbildung. Dabei handelt es sich um eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Gefäß bildet und es verschließt. Innerhalb des Gefäßes entsteht ein geronnenes Blutgebilde. Unbehandelt können venöse Thrombosen in seltenen Fällen zu einer Thromboembolie führen. Hierbei handelt es sich um einen potenziell lebensbedrohlichen Zustand, bei dem Blutgefäße in der Lunge verstopfen.

Bei der Thrombose unterscheidet man zwischen venösen und arteriellen Thrombosen, je nachdem in welchem Gefäß sich das Blutgerinnsel bildet. Arterielle Thrombosen treten jedoch noch deutlich seltener auf als venöse Thrombosen und können u.a. Schlaganfälle oder den Verschluß der Herzkranzgefäße (Herzinfarkt) verursachen.

Jede hormonelle kombinierte Verhütungsmethode erhöht das Thromboserisiko

Derzeit erhältliche hormonelle Verhütungsmittel enthalten in den meisten Fällen synthetische Östrogene und Gestagene. Die Dosis der Östrogenkomponente in der Pille, im Pflaster oder im Ring beeinflusst das Thromboserisiko, da Östrogene einen Einfluss auf die Blutgerinnung haben. Deshalb enthalten neuere Kombinationspillen nur noch 15 bis 30 Mikrogramm des Östrogens Ethinylestradiol.

Jede kombinierte Pille, jedes Pflaster oder jeder Ring, gleich welche Wirkstoffkombination sie enthalten, erhöht das Thromboserisiko. Das Risiko, eine Thrombose zu erleiden, ist nicht für jede Frau gleich. Deshalb kann eine Einschätzung des persönlichen Thromboserisikos nur auf Basis eines Gespräches mit einem Arzt erfolgen.

Risikoprofil

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Last updated: 2012