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Lungenkrebs
Stumm, tödlich – und meist 'selbst gemacht'
Lungenkrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern in den Industrieländern und gehört zu den Krebserkrankungen mit hoher Todesrate. Fast 60% aller Amerikaner mit Lungenkrebs sterben schon innerhalb des ersten Jahres nach der Diagnose, und nach einem weiteren Jahr sind schon 75% verstorben. Nach fünf Jahren leben nur noch 14% der Lungenkrebspatienten. Diese Überlebensraten haben sich in den letzten zehn Jahren nicht verbessert.
Nur zum Vergleich: Fünf Jahre nach der Diagnose 'Darmkrebs' – diese Krebsart ist ebenfalls häufig – lebt noch die Hälfte der Patienten. Dabei muss man noch berücksichtigen, dass Darmkrebspatienten eher älter sind, wenn die Diagnose gestellt wird. Ihre natürliche Todesrate ist also höher. Anders ausgedrückt: Lungenkrebs tötet einen wesentlich höheren Anteil der Patienten als Darmkrebs.
Kleinzelliger und nicht-kleinzelliger Lungenkrebs
Ursache von Lungenkrebs
Es gibt auch Nichtraucher, die Lungenkrebs entwickeln: Menschen, die mit Rauchern zusammen leben oder arbeiten und den Rauch 'aus zweiter Hand' einatmen müssen. Dies nennt man Passivrauchen.
In sehr seltenen Fällen wurden auch andere mögliche Ursachen für Lungenkrebs beschrieben, darunter Asbest-Belastung, starke Luftverschmutzung oder natürlich vorkommendes radioaktives Radon-Gas.
Anzeichen für Lungenkrebs und Diagnose
Weitere Symptome können Brustschmerzen, pfeifende oder keuchende Atmung, Bluthusten oder hartnäckige Bronchitis sein. Allerdings kann jedes dieser Anzeichen auch auf eine andere Krankheit hindeuten, deswegen ist es wichtig, mit solchen Symptomen zum Arzt zu gehen.
Die Diagnose 'Lungenkrebs' erfolgt meist durch eine Röntgenaufnahme der Lunge. Zeigt das Röntgenbild einen verdächtigen Tumor - typisch ist ein sogenannter 'Rundherd' - dann kann man eine Probe aus dem verdächtigen Gewebe entnehmen und diese untersuchen. Dazu wird ein Schlauch oder ein Rohr in die Luftwege eingeführt, man nennt diesen Eingriff Bronchoskopie.
Behandlung von Lungenkrebs
Bei örtlich begrenzten Tumoren, die noch keine Tochtergeschwülste (Metastasen) ausgestreut haben, wird man den Patienten operieren. Ziel ist die vollständige Entfernung des Krebses. Kommt eine Operation nicht in Frage, dann wird eine Bestrahlung durchgeführt, oft kombiniert mit einer Chemotherapie.
Bringen Operation, Bestrahlung und Chemotherapie nicht den gewünschten Erfolg, dann bleibt nur noch die sogenannte palliative Therapie. Darunter versteht man die Behandlung von Symptomen, um dem Patienten so gut wie möglich das Leben zu erleichtern. Die Palliativbehandlung wird oft mit Chemotherapie kombiniert, um das Leben des Patienten zu verlängern.
Neues Medikament zur Behandlung von Lungenkrebs
Das Medikament wird zweimal täglich als Tablette angewandt. Es ist bereits in mehr als 100 Ländern zur Behandlung von Nieren- und Leberkrebs zugelassen.
Hinweis für Patienten
Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.

















