- LINKS
-
Zum Podcast
Unsere Therapiegebiete
Klicken Sie hier, um mehr Informationen über dieses Thema zu erhalten.
- Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
- Begleitsymptome Brustkrebs
- Bluthochdruck
- Darmkrebs
- Diabetes
- Diabetisches Makula-Ödem (DME)
- Durchblutungsstörungen
- Empfängnisverhütung
- Endometriose
- Erektile Dysfunktion
- Gastrointestinale Stroma-Tumore (GIST)
- Gynäkologische Therapie
- Hämophilie
- Herzinfarkt
- Herzinfarkt und Schlaganfall
- Infektionskrankheiten
- Leberkrebs
- Lungenhochdruck
- Lungenkrebs
- Multiple Sklerose
- Nierenzellkrebs
- Prämenstruelle Dysphorie (PMDD)
- Prostatakrebs
- Schilddrüsenkrebs
- Schlaganfall durch Vorhofflimmern
- Testosteronmangel
- Thrombosen
- Verschluss der zentralen Netzhautvene (CRVO)
- Wechseljahresbeschwerden
-
- Seite zu Favoriten hinzufügen
- gross
Leberkrebs
Leiden mit steigender Todesrate
Nicht zuletzt aufgrund der meist späten Diagnose führt Leberkrebs häufiger zum Tod als manch andere Tumorart. So ist er die dritthäufigste Ursache der durch Krebs ausgelösten Todesfälle. In Europa überlebt nicht einmal jeder zehnte Patient die ersten fünf Jahre nach der Diagnose. Anders als bei vielen anderen Krebsarten hat die Anzahl der krankheitsbedingten Todesfälle in den vergangenen Jahren sogar weiter zugenommen.
Die mit weitem Abstand häufigste Form von Leberkrebs ist das Leberzellkarzinom, auch hepatozelluläres Karzinom (hepatocellular cancer = HCC) genannt. Bei Erwachsenen macht es etwa 90 Prozent der sogenannten primären (also nicht durch Metastasen ausgelösten) bösartigen Lebertumoren aus.
Am Anfang steht meist eine Leberentzündung (Hepatitis)
Bei acht von zehn Menschen, die an einem Leberzellkarzinom erkranken, geht der bösartigen Veränderung der Zellen eine chronische Hepatitis B voran. Auch Hepatitis C gilt als potenzieller Vorläufer eines Tumors. Ebenso die Leberzirrhose, die eine krankhafte Veränderung des Lebergewebes mit einhergehender Schrumpfung bezeichnet. Bis zum Auftreten des Karzinoms können dabei viele Jahre vergehen, im Fall einer chronischen Hepatitis C beispielsweise 20 bis 30 Jahre.
Weitere Risikofaktoren steigern die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Tumor entwickelt. Dazu zählen übermäßiger Alkoholgenuss und krankhafte Fettleibigkeit.
Je früher erkannt, desto besser die Prognose
Das frühe Erkennen eines Leberzellkarzinoms ist eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Heilung. Denn in frühen Stadien kann der Tumor in der Regel noch operativ entfernt werden. In vielen Fällen ist es dafür allerdings zu spät. Einer Schätzung der Deutschen Krebsgesellschaft zufolge ist das in Deutschland bei 70 Prozent der Betroffenen der Fall. Ein Grund liegt darin, dass Beschwerden üblicherweise erst im fortgeschrittenen Stadium auftreten – und zum Teil auch noch relativ unspezifisch sind. Zu ihnen zählen Appetitlosigkeit, Übelkeit sowie Druck und Schmerzen im Oberbauch.
Eine Blutuntersuchung und eine Ultraschallaufnahme können erste Hinweise auf ein Leberzellkarzinom liefern. Computertomographie und Magnetresonanztomographie (MRT) sichern eine etwaige Diagnose dann weiter ab. Dabei hilft auch ein Präparat von Bayer HealthCare Pharmaceuticals, das bei MRT-Aufnahmen speziell den Kontrast in der Leber verstärkt. Da es sich selektiv nur in gesunden Leberzellen anreichert, werden bösartige Läsionen der Leber gut sichtbar. Damit kann der Arzt nicht nur die Ausbreitung, sondern auch die Art des Tumors ermitteln. Die Entnahme von Zellen, also eine Biopsie, ist daher nur in seltenen Fällen nötig.
Neue Aussicht auf längeres Leben
Bis 2007 gab es kein zugelassenes Medikament, um das Fortschreiten von Leberkrebs aufzuhalten. Das hat sich inzwischen geändert. So gibt es einen Wirkstoff, der von Bayer gemeinsam mit dem US-amerikanischen Unternehmen Onyx Pharmaceuticals entwickelt wurde. Das entsprechende Präparat ist bereits in zahlreichen Ländern zur Behandlung von Leberzellkarzinomen zugelassen. Das Besondere an der Substanz ist ihr differenzierter Wirkmechanismus, der das Tumorwachstum auf zwei Wegen gleichzeitig bekämpft: Er hemmt einerseits die Teilung der Krebszellen und stört andererseits die Blutversorgung des Tumors – und damit die Nährstoffzufuhr.
In klinischen Studien konnte die Substanz die Gesamtüberlebenszeit von Patienten mit Leberzellkarzinom gegenüber Placebo um 44 Prozent verlängern. Auch das Fortschreiten der Krankheit wurde in den Studien mit dem Wirkstoff deutlich verzögert. Ende 2007 erfolgte die Zulassung für die Behandlung von Leberkrebs in der Europäischen Union sowie in den USA.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Auch bei anderen Krebsarten hat die Substanz Erfolge in der Behandlung gezeigt. Gegen fortgeschrittenen Nierenzellkrebs ist die Wirksamkeit bereits klinisch nachgewiesen. 2006 erfolgte in dieser Indikation in den USA die erste Zulassung. Inzwischen haben zahlreiche weitere Länder diese Zulassung erteilt.
Aufgrund ihres differenzierten Wirkmechanismus wird die Substanz derzeit auch bei anderen soliden Tumoren untersucht. So überprüfen die Unternehmen Bayer und Onyx, aber auch andere Institutionen und Wissenschaftler, in einem umfangreichen klinischen Studienprogramm die Wirksamkeit bei zahlreichen Tumorarten, darunter Brust- und Lungenkrebs.
Hinweis für Patienten
Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.

















