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Gastrointestinale Stroma-Tumore (GIST)
GIST – ein seltener, aber lebensbedrohlicher Tumor
Gastrointestinale Stroma-Tumore, abgekürzt GIST, sind relativ seltene bösartige Tumore des Bindegewebes (Sarkome) im Magen-Darmtrakt. Nur etwa ein bis drei Prozent aller Magen-Darm-Tumore sind GIST, das sind 10-20 Fälle pro Million Menschen pro Jahr. Meist werden gastrointestinale Stroma-Tumore in der Altersgruppe zwischen 55 und 60 Jahren erstmals bemerkt, während andere, häufigere Darmtumore eher bei Menschen über 60 gefunden werden.
Oft zu spät entdeckt und nur durch Zufall gefunden
Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren haben meist gar keine spezifischen Anzeichen oder Symptome. Der Tumore wächst nicht nach innen, sondern nach außen, daher kommt es nicht zu einer Verengung oder Behinderung der Darmpassage. Sehr häufig ist die Diagnose 'GIST' ein Zufallsbefund; der Tumor wird nur deswegen entdeckt, weil aus einem ganz anderen Grund eine Diagnostik durchgeführt wird. So erklärt sich auch, dass die Diagnose oft erst relativ spät gestellt wird, wenn der Tumor sich bereits ausgebreitet hat.
Im Nachhinein sagen viele Patienten, dass sie schon länger ein vages Unwohlsein oder Bauchschmerzen hatten. Die erste therapeutische Maßnahme bei GIST ist die operative Entfernung des Tumors, sofern dieser noch nicht gestreut hat – wegen der späten Diagnose ist der Erfolg allerdings fraglich. Hat ein GIST erst einmal gestreut, dann ist er lebensbedrohlich.
Im Nachhinein sagen viele Patienten, dass sie schon länger ein vages Unwohlsein oder Bauchschmerzen hatten. Die erste therapeutische Maßnahme bei GIST ist die operative Entfernung des Tumors, sofern dieser noch nicht gestreut hat – wegen der späten Diagnose ist der Erfolg allerdings fraglich. Hat ein GIST erst einmal gestreut, dann ist er lebensbedrohlich.
GIST: Paradigma der personalisierten Medizin
In den letzten zehn Jahren ist GIST zum Paradigma der individualisierten Medizin geworden. Wissenschaftler haben entdeckt, dass die meisten GIST-Tumore sehr typische Veränderungen (Mutationen) der Tumorzellen in nur einem von zwei Genen aufweisen. Die Mutation lässt die internen Signale in der Zelle außer Kontrolle geraten, aber sie unterscheidet die GIST-Zellen auch von allen anderen Zellen des Körpers.
Dies hat es der Wissenschaft ermöglicht, einen sehr zielgerichteten Therapie-Ansatz zu entwickeln: Nur Zellen mit der Mutation werden angegriffen. Alle Zellen ohne diese Mutation – also alle normalen Körperzellen – bleiben von der Therapie unbeeinflusst. Derzeit existieren zwei Standard-Medikamente zur Behandlung von GIST. Sie werden eingesetzt, wenn der Tumor nicht operativ entfernt werden kann und/oder schon gestreut hat. Leider verlieren diese Medikamente irgendwann ihre Wirkung, weil neue Mutationen entstehen oder weil sich in den Tumorzellen andere Signalwege herausbilden.
Dies hat es der Wissenschaft ermöglicht, einen sehr zielgerichteten Therapie-Ansatz zu entwickeln: Nur Zellen mit der Mutation werden angegriffen. Alle Zellen ohne diese Mutation – also alle normalen Körperzellen – bleiben von der Therapie unbeeinflusst. Derzeit existieren zwei Standard-Medikamente zur Behandlung von GIST. Sie werden eingesetzt, wenn der Tumor nicht operativ entfernt werden kann und/oder schon gestreut hat. Leider verlieren diese Medikamente irgendwann ihre Wirkung, weil neue Mutationen entstehen oder weil sich in den Tumorzellen andere Signalwege herausbilden.
Neues Medikament gegen GIST in der Entwicklung
Bayer HealthCare hat eine internationale klinische Studie mit einem neuen Medikament gegen GIST bei Patienten durchgeführt, deren Tumor unter einer Behandlung mit beiden Standard-Medikamenten weiter fortgeschritten war. Die Ergebnisse dieser Studie sind positiv.
Hinweis für Patienten
Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.

















