Erektile Dysfunktion (Erektionsstörungen)

Wenn der Mann nicht kann

Foto: Mann und Frau

Wie steht’s mit der Liebe?

Für die meisten funktionierenden Partnerschaften ist ein erfülltes Sexualleben unabdingbar. Umso problematischer ist es, wenn der Geschlechtsverkehr nicht so verläuft wie von beiden Partnern gewünscht. Oder wenn er, wegen Erektionsproblemen, gar nicht erst zustande kommt oder nicht befriedigend und lange genug dauert.

Besonders Männer schätzen das gute Gefühl, bereit zu sein – in dem Augenblick, in dem die Liebe kommt. Voraussetzung dafür ist eine Erektion, die ganz natürliche Reaktion auf sexuelle Reize.

Doch nicht immer läuft der Prozess so ab, wie die Natur ihn vorgesehen hat. Passiert es einmal, dass ein Mann im Bett seinen Mann nicht steht, kann das viele Ursachen haben. Erst wenn die Erektion dauerhaft ausbleibt und ein befriedigender Sex nicht mehr möglich ist, liegt eine erektile Dysfunktion (ED) vor. Im Allgemeinen spricht man von einer Erektionsstörung, wenn über drei Monate hinweg die Mehrzahl der Versuche, einen Geschlechtsverkehr zu vollziehen, erfolglos bleiben.

Auch wenn nicht alle darüber reden: Von ED sind viele Männer betroffen. Schon im Jahr 1995 waren es laut British Journal of Urology weltweit mehr als 150 Millionen Männer. Eine Abschätzung der National Institutes of Health von 2002 bezifferte allein die Zahl betroffener Männer in den USA mit 15 bis 30 Millionen. Grundsätzlich nimmt das Risiko für ED mit dem Alter zu.

Eine Frage des Zusammenspiels

Die Erektion ist das Ergebnis eines perfekten Zusammenspiels von Nervensignalen, Botenstoffen und Muskelzellen. Am Anfang steht die sexuelle Erregung. Sie resultiert meist aus optischen oder akustischen Reizen, Gerüchen, Berührungen oder Fantasien. Das Gehirn koordiniert diese Reize und sendet erektionsauslösende Nervenimpulse über das Rückenmark zum Penis.

Die glatte Penismuskulatur erschlafft dann zunächst. So kann vermehrt Blut in die Schwellkörper einfließen. Bei andauernder Erregung sind diese schließlich so weit mit Blut gefüllt, dass die Venen im Penis zusammengepresst werden und das Blut nicht mehr abfließen kann. Die Folge: Der Penis versteift sich vollständig – und die Erektion bleibt bestehen.

Erektionsstörungen haben meistens organische Ursachen

Bei Erektionsproblemen ist diese sensible Interaktion gestört. Betroffene Männer vermuten in der Regel am ehesten Stress oder die Psyche als Ursache. Doch diese sind fast nie allein oder unmittelbar verantwortlich dafür, wenn es im Bett nicht klappt. Allerdings kann Stress zu einer Lebensweise führen, die letztlich das Zustandekommen von Erektionsstörungen begünstigt. Zum Beispiel, wenn Rauchen und Alkohol, Bluthochdruck und Übergewicht im Spiel sind.

Tatsache ist: Rund 70 Prozent aller Potenzstörungen haben organische Ursachen. Das heißt, das komplexe Zusammenspiel von Nervensignalen, Botenstoffen und Muskelzellen ist beeinträchtigt.

Ein frühes Zeichen für eine sich entwickelnde ED kann neben der ausbleibenden Erektion und fehlenden Penishärte auch eine verkürzte Erektionsdauer sein. In dem Fall haben Männer anfangs noch eine Erektion, die aber nicht lange genug anhält, um einen befriedigenden Sexualakt zu haben. Auch dieses eher diskrete Zeichen kann ein Hinweis auf eine Gefäßerkrankung sein und sollte zum Anlass genommen werden, professionelle Hilfe zu suchen.

Der Einfluss anderer Krankheiten

Vor allem Kreislauf- und Gefäßkrankheiten beeinträchtigen die Erekti-onsfähigkeit. Beispielsweise kann ein unzureichender Venenverschluss in den Schwellkörpern dazu führen, dass der Blutabfluss aus dem Penis im entscheidenden Moment zu stark ist. Eine Erektionsschwäche kann auch die Folge hohen Blutdrucks sein – weil die damit einhergehenden Ablagerungen in den Blutgefäßen die Durchblutung im Penis behindern. Unglücklicherweise kann die nachlassende Erektion auch die Nebenwirkung einer medikamentösen Therapie gegen hohen Blutdruck sein.

Eine Krankheit, die ebenfalls von ED begleitet sein kann, ist Diabetes. Denn auch diese Stoffwechselkrankheit verursacht Ablagerungen in den Gefäßen. Das kann den Blutstrom schließlich so stören, dass nicht mehr ausreichend Blut in die Schwellkörper fließt. Zudem schädigt erhöhter Blutzucker oft die Nerven, was wiederum den Signalfluss, der eine Erektion auslöst, behindern kann.

Und auch Prostataleiden stehen häufig im Zusammenhang mit Erektionsstörungen. So können bei chirurgischen Eingriffen, etwa aufgrund eines Prostatakarzinoms, Nervenbahnen beeinträchtigt werden, die am Zustandekommen einer Erektion beteiligt sind.

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Darüber sprechen

Bei einem einmaligen Ausbleiben oder Nichtanhalten einer Erektion sollte man sich noch keine Sorgen machen. Besteht das Problem jedoch über einen längeren Zeitraum, ist das offene Gespräch hilfreich. Das ist nicht immer einfach, denn die meisten Menschen reden nicht viel über ihre Gedanken, Wünsche und Probleme in Sachen Sexualität.

Auch der andere Partner sollte aufmerksam sein. Etwa dann, wenn sich das Gefühl einstellt, dass sich ihr Partner abwendet und sich beispielsweise aus der Beziehung in Arbeit flüchtet. Hinter so einem Verhalten können Erektionsstörungen und Versagensängste stecken.

Liegt tatsächlich eine erektile Dysfunktion vor, sollte auf jeden Fall auch ein Arzt konsultiert werden. Für diesen sind die Situation und ein Gespräch über Erektionsstörungen nichts Ungewöhnliches, und in der Regel wird er sehr professionell damit umgehen und angemessen auf den Patienten eingehen. Typischerweise wird sich der Arzt dabei auch für etwaige andere Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder etwa Morbus Parkinson interessieren.

Ein offenes und vertrauensvolles Gespräch mit dem Arzt eröffnet die besten Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Denn für diese stehen inzwischen sehr innovative und wirksame Möglichkeiten zur Verfügung.

Innovative Therapien

Auch wenn der Begriff erektile Dysfunktion neueren Datums ist – Erektionsstörungen hat es vermutlich schon immer gegeben. Und schon seit Urzeiten versuchen Männer, etwas dagegen zu tun und ihrem Glied zu mehr Standfestigkeit zu verhelfen. Nashornpulver, Extrakte aus Käfern, Ginseng-Wurzeln – vieles wurde dabei probiert, wobei klinische Studien den Erfolg solcher Art von Heilmitteln nicht belegen.

Demgegenüber steht seit einigen Jahren Männern die klinisch umfangreich und erfolgreich getestete Wirkstoffklasse der PDE5-Hemmer zur Verfügung. Diese verbessern den Bluteinstrom in den Penis – und damit auch die Erektion.

Hinter PDE5 verbirgt sich ein Enzym mit dem vollständigen Namen Phosphodiesterase 5. Normalerweise sorgt dieses Enzym unter anderem für das natürliche Abklingen einer Erektion. Medikamente, die dieses Enzym hemmen, stabilisieren dadurch die Erektion bei Männern mit Erektionsstörungen.

Bayer HealthCare Pharmaceuticals erforscht schon seit Ende der 1980er-Jahre, wie sich Enzyme aus der Gruppe der Phosphodiesterasen hemmen lassen. In der Frühphase stand diese Forschung vor allem im Zusammen-hang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Als sich dann zunehmend zeigte, dass Erektionsstörungen auch organische Ursachen haben kön-nen, wurde die PDE-Forschung auch für diese Indikation interessant. Bayer HealthCare Pharmaceuticals entwickelte daraufhin einen PDE5-Hemmer, der wirksam und gut verträglich ist, wie durch zahlreiche klinische Studien belegt wurde. Dieser ist seit mehreren Jahren in vielen Ländern erfolgreich auf dem Markt.

Damit ist es heute in vielen Fällen kein Problem mehr, Männern mit Erektionsstörungen zu einer sowohl schnell und zuverlässig eintretenden als auch lang genug anhaltenden Erektion zu verhelfen. Welches Medikament für einen Mann im Einzelfall am besten geeignet ist, entscheidet der Arzt im Gespräch mit dem Patienten. Dies ermöglicht optimale Voraussetzungen für ein erfülltes Liebesleben und damit für mehr Zufriedenheit in der Partnerschaft.

Hinweis für Patienten
Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.

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