Bayer Schering Pharma engagiert sich für eine effiziente und sichere Arzneimittelentwicklung
Um den Prozess der Arzneimittelentwicklung effizienter und sicherer zu machen, haben der europäische Pharmaverband EFPIA und die Europäische Kommission im Februar 2008 die Innovative Medicines Initiative (IMI) gestartet. Bayer Schering Pharma beteiligt sich an Projekten sowie am Aufbau der IMI-Organisation. Zudem gestaltet Bayer Schering Pharma Forschungsvorstand Professor Andreas Busch als Mitglied des Governing Board die Arbeit der Initiative mit.
26. Juni 2009:
Mit einem Budget von zwei Milliarden Euro ist die IMI die größte Kooperation von öffentlichem Sektor und Privatwirtschaft (Public Private Partnership) im Bereich Medizin. Zur Hälfte wird der Etat aus Fördermitteln der Europäischen Kommission gespeist, die andere Hälfte tragen EFPIA-Unternehmen in Form von Sachleistungen bei.
Ziel: Sicherheit und Wirksamkeit neuer Medikamente besser vorhersagen können
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Die Innovative Medicines Initiative (IMI) wurde 2008 gemeinsam von der Europäischen Kommission und dem europäischen Pharmaverband (EFPIA) ins Leben gerufen, um durch Zusammenarbeit von Pharmaindustrie, akademischer Forschung, Kliniken, Zulassungsbehörden und Patientenorganisationen die Erforschung und Entwicklung neuer und besserer Medikamente in Europa zu beschleunigen. |
„Vielversprechende neue Wirkstoffe scheitern häufig an Sicherheitsproblemen oder mangelnder Wirksamkeit, nachdem bereits viele Jahre der Entwicklung und viele Millionen Euro investiert wurden“, erklärt Dr. Matthias Gottwald, R&D Liaison Officer bei Global Drug Discovery, der bei Bayer Schering Pharma die Aktivitäten rund um die IMI koordiniert. Die IMI wird die Entwicklung neuer Methoden und Technologien fördern, um Sicherheit und Wirksamkeit neuer Medikamente künftig noch besser vorhersagen zu können.
„Unter dem Dach der IMI können Pharmaunternehmen und Partner aus dem akademischen Bereich, kleine und mittlere Unternehmen aus Bereichen wie Biotechnologie oder Software, Patientenorganisationen und Zulassungsbehörden gemeinsam Fragestellungen bearbeiten, die für eine einzelne Institution nicht lösbar wären“, so Gottwald.
Experten von Bayer Schering Pharma arbeitet in den IMI-Projekten mit
| Ziele |
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Ziel von IMI ist es Innovationshemmnisse abzubauen, um zu einer schnelleren und effizienteren Entwicklung neuer Therapien zu gelangen. Dies soll erreicht werden durch:
IMI wurde mit einem Forschungsetat von zwei Milliarden Euro für sechs Jahre ausgestattet, der je zur Hälfte von der EU-Kommission und der Pharmaindustrie aufgebracht wird. |
Im Mai 2009 haben unabhängige Gutachter erstmals 15 Projekte zu den Themen Sicherheitsvorhersage, besseres Verständnis von Krankheiten im Bereich Diabetes, Alzheimer und Asthma sowie aus der Aus- und Weiterbildung zur Förderung empfohlen. Bayer Schering Pharma beteiligt sich an acht dieser Projekte, hiervon allein sechs bei Global Drug Discovery. Der Beitrag des Unternehmens entspricht einem Wert von 5,5 Millionen Euro.
Derzeit unterstützt das Unternehmen auch die Vorbereitung der zweiten Projektrunde, die im Herbst 2009 eröffnet wird und Themen aus den Feldern Onkologie, Infektionskrankheiten, chronische entzündliche Erkrankungen und Wissensmanagement bearbeiten soll. Bis 2013 wird die IMI jährlich weitere Projekte ausschreiben.
Bayer Schering Pharma beteiligt sich darüber hinaus am Aufbau der IMI-Organisation in Brüssel. Gemeinsam mit Kollegen aus anderen Unternehmen und der Europäischen Kommission betreuen BSP-Mitarbeiter das operative Geschäft der Initiative, bis eigene IMI-Mitarbeiter rekrutiert sind.
In der ersten Projektrunde der Innovative Medicines Initiative (IMI) beteiligt sich Bayer Schering Pharma an acht Themenfeldern
Im Bereich Sicherheit:
- Development of expert systems for in silico toxicity prediction / eTOX Erwartetes Ergebnis: Eine Datenbank zur Toxizität von pharmazeutischen Substanzen sowie computergestützte Systeme zur Vorhersage von Toxizität und Sekundärpharmakologie von Medikamenten.
- Non-genotoxic carcinogenesis / MARCAR Erwartetes Ergebnis: Nachweis der Zuverlässigkeit von frühen Biomarkern für die Vorhersage der Entstehung von Krebs.
- Qualification of translational safety biomarkers / SAFE-T Erwartetes Ergebnis: Neue spezifische und sensible Biomarker zur Bestimmung der Arzneimittelsicherheit sowie entsprechende Proben, um mögliche Nebenwirkungen am Übergang von nichtklinischen zur frühen klinischen Studien besser voraussagen zu können.
- Strengthening the monitoring of the benefit/risk of medicines / PROTECT Erwartetes Ergebnis: Neue Methodologien für die Pharmakovigilanz und für die Erforschung der Wirkung von Arzneimitteln in der breiten Anwendung (Pharmakoepidemiologie).
Im Bereich Aus- und Weiterbildung:
- European Medicines Research Training Network / EMTRAIN Erwartetes Ergebnis: Eine Europäische Trainingsplattform zur biopharmazeutischen Forschung als nachhaltiger, interdisziplinärer, von Wissenschaft und Industrie gemeinsam betriebener Ansatz, um Ausbildungskurse in den neuen Wissenschaftsrichtungen und Technologien europaweit effizient zu gestalten.
- Safety Sciences for Medicines Training Program / SAFESCIMET Erwartetes Ergebnis: Trainingsprogramm, das alle sicherheitsrelevanten Disziplinen sowie Daten aus Tierversuch und klinischen Studien umfasst und auf diese Weise eine ganzheitlichere Bewertung neuer Arzneimittel ermöglicht.
- Pharmaceutical Medicine Training Program / PHARMTRAIN Erwartetes Ergebnis: Ein Netzwerk akademischer Zentren, das Ausbildungsprogramme für Doktoranden im Bereich pharmazeutische Medizin bereitstellt und ein Qualitätsmanagement für deren Ablauf und Ergebnisse umfasst.
- Pharmacovigilance Training Program / EU2P Erwartetes Ergebnis: Eine europaweite Trainings- und Ausbildungsplattform in den Bereichen Pharmakovigilanz und und Pharmakoepidemiologie, um Fachkräfte für die pharmazeutische Industrie und Zulassungsbehörden, Gesundheitsorganisationen und Experten für die Weiterentwicklung akademischer Zentren auszubilden; auf diese Weise soll das Verständnis für das Thema vertieft und eine wirksamere Kommunikation zu den Risiken ermöglicht werden.
- Mehr Informationen über die Innovative Medicines Initiative (extern)
- Mehr Informationen über die IMI-Themen der zweiten Runde
- Mehr Informationen über das IMI Projekt SAFE-T
- Mehr Informationen über das IMI Projekt EMTRAIN
- Mehr Informationen über das IMI Projekt SAFESCIMET
- Mehr Informationen über das IMI Projekt Eu2P
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