Gemeinsam erfolgreich im Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten

13 Pharmaunternehmen, die Regierungen der USA, Großbritanniens und der Vereinigten Arabischen Emirate, die Bill & Melinda Gates Foundation, die Weltbank und weitere globale Gesundheitsorganisationen haben ein klares Ziel: Sie wollen mit neuen, abgestimmten Maßnahmen die Fortschritte zur Ausrottung bzw. Eindämmung von zehn vernachlässigten Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases, NTDs) bis Ende des Jahrzehnts beschleunigen. Dies gaben die Beteiligten, darunter auch Bayer Healthcare, am 30. Januar 2012 in London bekannt.

Foto: Jörg Reinhardt (dritter von rechts) im Kreis der Forums-Teilnehmer
Jörg Reinhardt (dritter von rechts) im Kreis der Forums-Teilnehmer von links nach rechts: William Weldon (CEO, Johnson & Johnson), Bernard Pécoul (Geschäftsführer, DNDi), Chris Viehbacher (CEO, Sanofi), Ruhal Haque (Minister für Gesundheit und Familienversorgung, Bangladesch), Paul Carter (stellv. Vorsitzender, Internationales Geschäft, Gilead), Caroline Anstey (Geschäftsleitung, Weltbank), Joseph Jimenez (CEO, Novartis), Kenneth Frazier (CEO, MSD), Jörg Reinhardt (Vorstandsvorsitzender, Bayer HealthCare), Jarbas Barbosa (stellv. Minister für Gesundheitsaufsicht, Brasilien), Riz Khan (Moderator, Al Jazeera Englisch)
1,4 Milliarden Menschen leiden weltweit an mindestens einer der bisher vernachlässigten Tropenkrankheiten wie der Afrikanische Schlafkrankheit, Flussblindheit, Lepra oder Chagas. Einige führen zu Fieber, Atemnot oder schweren Durchfällen, andere zu Behinderungen oder gar zum Tod.

Betroffen sind fast immer Menschen, die mit mangelnder Hygiene und schlechter medizinischer Versorgung leben müssen. Viele Patienten sind von der Krankheit so geschwächt, dass sie nicht zur Arbeit oder zur Schule gehen können –. So geraten sei in einen Teufelskreis der Armut. Den durchbrechen zu helfen, ist das erklärte Ziel der Initiative zehn vernachlässigte Tropenkrankheiten sollen bis 2020 entweder ganz eliminiert oder zumindest unter Kontrolle gebracht und die Lebensbedingungen der Betroffenen verbessert werden.

Um das zu erreichen verpflichteten sich die Partner, bestehende Arzneimittelspendenprogramme zu erhalten oder auszuweiten. So soll die Entwicklung neuer Medikamente durch den Austausch von Fachwissen und von Wirkstoffkandidaten für Arzneimittel beschleunigt werden. Insgesamt mehr als 785 Millionen US-Dollar für Forschung und Entwicklung werden dafür bereitgestellt.

„Endlich ist es gelungen, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen“, freut sich Dr. Jörg Reinhardt, Vorstandvorsitzender von Bayer HealthCare. „Nur gemeinsam können wir im Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten erfolgreich sein.“ Dr. Margaret Chan, Generaldirektorin der WHO, ist überzeugt: „Diese seit langem bestehenden Krankheiten werden jetzt mit atemberaubender Geschwindigkeit in die Knie gezwungen.“

Bayer engagiert sich insbesondere bei der Bekämpfung der Chagas- und der Afrikanischen Schlafkrankheit. Zur Unterstützung der weltweiten Initiativen hat sich das Unternehmen verpflichtet, die Bereitstellung von Nifurtimox von 500.000 auf 1 Million Tabletten jährlich zu erhöhen. Damit neue Therapien identifiziert werden können, wird Bayer darüber hinaus Dritten Zugang zu ausgewählten Substanzen aus seiner Substanzbibliothek ermöglichen.

Die gebündelte Expertise und Unterstützung aller Partner „wird Millionen Menschen dabei helfen, wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erlangen und nicht mehr auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Es sollte als Modell zur Bewältigung anderer globaler Herausforderungen auf dem Gebiet der Entwicklungshilfe dienen“, glaubt Bill Gates.
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