Frauengesundheit als Menschenrecht: Bayer HealthCare Pharmaceuticals lädt zur Diskussion am Parlamentarischen Abend
Dabei ist in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 das Recht auf Gesundheit - und damit auch auf sexuelle und reproduktive Gesundheit - festgeschrieben. Um dies zu gewährleisten, müssen Wahlmöglichkeiten im Hinblick auf Verhütung, Schwangerschaft und Geburt gestärkt werden. Wie das in Entwicklungsländern umgesetzt werden kann und worin deutsche Handlungsoptionen bestehen, diskutierten etwa 170 Anwesende bei einem von Bayer HealthCare Pharmaceuticals und der Stiftung Weltbevölkerung organisierten Parlamentarischen Abend am 04. April 2011.
- Experten aus Politik, Wissenschaft und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit diskutierten das Thema „Frauengesundheit als Menschenrecht“
Moderne Familienplanung vor allem in Industrienationen verbreitet
Die Teilnehmer kamen aus verschiedensten Bereichen wie der Politik, Auslandsvertretungen, Medien, Nichtregierungsorganisationen und auch aus der medizinischen Forschung. In seinen Begrüßungsworten wies Ulrich Köstlin, Bayer HealthCare Pharmaceuticals, auf die besondere gesellschaftliche Verpflichtung von Bayer hin: „Seit der Einführung der ersten Pille auf dem deutschen Markt im Jahr 1961 ist unsere Pharma-Division führend in der Forschung und Entwicklung oraler, hormoneller Verhütung“, so Köstlin, der als einstiger Leiter von Bayer Kolumbien stark von einer engen Zusammenarbeit mit Familienplanungsprogrammen in Südamerika geprägt wurde. „Seit über 40 Jahren arbeiten wir daran, moderne Methoden der Familienplanung auch für Länder mit geringem Einkommen anzubieten. Wir wissen aus erster Hand, dass Verhütung dort immer noch alles andere als selbstverständlich ist.“ Bayer HealthCare Pharmaceuticals hat bereits Familienplanungsprogramme in 135 Ländern unterstützt. Allein im Jahr 2010 konnten schätzungsweise über 16 Millionen Frauen vor allem im subsaharischen Afrika mit unterschiedlichen Kontrazeptiva erreicht werden.
Verbot von Familienplanung ist heute nicht mehr zu rechtfertigen
Ein Panel aus fünf hochrangigen Gästen diskutierte anschließend zur Thematik. Außerdem wurden Bildungsinitiativen vorgestellt, die jungen Leuten auf dem ganzen Kontinent Wissen – auch in Bezug auf Sexualität – vermitteln sollen. Eine davon ist beispielsweise „Learning by Ear“ der Deutschen Welle in Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern.
Veränderter Zugang zur Frauengesundheit durch rechtlichen Anspruch
Das Publikum stieg mit zahlreichen interessanten Beiträgen und kritischen Anmerkungen in die Diskussion ein: „Frauengesundheit ist seit langem Ziel der Entwicklungspolitik und vieler Regierungen weltweit. Der Menschenrechtsansatz ändert aber in wesentlicher Form die Art, wie wir es erreichen wollen. Fragen des Zugangs für alle, der Nicht-Diskriminierung und des rechtlichen Anspruchs rücken in den Mittelpunkt“, sagte zum Beispiel Joachim Schmitt, Referent aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Daher kann es gut sein, dass wir anstelle einer Kinder- und Mütterklinik in der Hauptstadt eher Gesundheitsdienstleistungen für Benachteiligte in ländlich abgelegenen Gebieten finanzieren. Oder uns dafür einsetzen, dass schwangeren Mädchen weiterhin der Schulbesuch erlaubt wird."
Auch Bayer HealthCare Pharmaceuticals versucht die notwendige Infrastruktur zu kreieren, um nicht nur Produkte sondern auch Wissen in schwerer erreichbare Regionen zu vermitteln. Davon zeugt zum Beispiel ein Projekt in Uganda mit dem Ziel, Jugendliche über verantwortungsbewusstes Handeln und gesundheitliche Risiken bei sexuellen Erfahrungen aufzuklären.
Alles in allem lieferte der Abend viele Denkanstöße für ein Handlungsfeld, welches bis vor kurzem kaum Beachtung in dieser Form gefunden hatte. Nun liegt es an diversen Akteuren, inwiefern diese in Taten umgesetzt werden können.
Auch Bayer HealthCare Pharmaceuticals versucht die notwendige Infrastruktur zu kreieren, um nicht nur Produkte sondern auch Wissen in schwerer erreichbare Regionen zu vermitteln. Davon zeugt zum Beispiel ein Projekt in Uganda mit dem Ziel, Jugendliche über verantwortungsbewusstes Handeln und gesundheitliche Risiken bei sexuellen Erfahrungen aufzuklären.
Alles in allem lieferte der Abend viele Denkanstöße für ein Handlungsfeld, welches bis vor kurzem kaum Beachtung in dieser Form gefunden hatte. Nun liegt es an diversen Akteuren, inwiefern diese in Taten umgesetzt werden können.


















