Innovative Medicines Initiative: Europa an die Spitze der biopharmazeutischen Innovation bringen
Der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, Janez Potočnik, wies auf die Leistungen und großen Fortschritte der Initiative hin: „Die IMI ist unsere Antwort auf die Notwendigkeit, die Attraktivität Europas für die pharmazeutische Forschung und Entwicklung zu verbessern. Damit soll sichergestellt werden, dass Ergebnisse der Grundlagenforschung rasch in innovative Therapien umgesetzt werden können. Schon sehr bald dürfte dieser faszinierende neue Forschungsmechanismus Ergebnisse hervorbringen, so dass neue, innovative Medikamente die Patienten in Europa bald schneller erreichen werden.“
Higgins: Entdeckung innovativer Medikamente beschleunigen
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Die Innovative Medicines Initiative (IMI) wurde 2008 gemeinsam von der Europäischen Kommission und dem europäischen Pharmaverband (EFPIA) ins Leben gerufen, um durch Zusammenarbeit von Pharmaindustrie, akademischer Forschung, Kliniken, Zulassungsbehörden und Patientenorganisationen die Erforschung und Entwicklung neuer und besserer Medikamente in Europa zu beschleunigen. |
An die Medien gewandt, lobte Arthur J. Higgins, Vorstandsvorsitzender von Bayer HealthCare und Präsident der EFPIA, die Zusammenarbeit zwischen der Industrie und der Kommission. „Die IMI ist ein klares Bekenntnis Europas, sich an die Spitze der biopharmazeutischen Innovation zu setzen. Wir versuchen, Engpässe bei der Arzneimittelentwicklung zu beheben, indem wir Forschung und Entwicklung beschleunigen. Daher haben wir bereits 246 Millionen Euro – darunter 136 Mio. Euro von den Unternehmen – in erfolgreiche Vorschläge investiert.
“ Higgins fuhr fort: „Der größte Erfolg dieser Initiative besteht darin, in der Regel konkurrierende Pharmaunternehmen in bislang einmaliger Art und Weise mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammengebracht zu haben, um die Entdeckung innovativer Medikamente zu beschleunigen.“
Der neu ernannte Exekutivdirektor, Professor Michel Goldman, der sein Amt offiziell am 16. September antritt, sagte: „Ich freue mich sehr, zu einem solch spannenden Zeitpunkt bei der IMI die Leitung übernehmen zu können. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit öffentlich-privaten Partnerschaften wird mein vorrangiges Ziel darin bestehen, im Interesse der Patienten die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Industrie zu verstärken.“
Größte Kooperation von öffentlichem Sektor und Privatwirtschaft
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Ziel von IMI ist es Innovationshemmnisse abzubauen, um zu einer schnelleren und effizienteren Entwicklung neuer Therapien zu gelangen. Dies soll erreicht werden durch:
IMI wurde mit einem Forschungsetat von zwei Milliarden Euro für sechs Jahre ausgestattet, der je zur Hälfte von der EU-Kommission und der Pharmaindustrie aufgebracht wird. |
Die Innovative Medicines Initiative wurde 2007 in Form einer öffentlich-privaten Partnerschaft (public-private partnership) gegründet, um Forschungsengpässe bei der derzeitigen Arzneimittelentwicklung zu beheben und damit die Effizienz bei der Entdeckung und Entwicklung von besseren Medikamenten zu erhöhen.
Das Gesamtbudget der IMI für den Zeitraum 2008–2017 beträgt zwei Milliarden Euro, wobei eine Milliarde Euro von der Europäischen Gemeinschaft und eine Milliarde Euro von der Industrie bereitgestellt werden.
Die erste Aufforderung der IMI zur Einreichung von Vorschlägen für gemeinsame Forschungsprojekte (Call for Proposals) erging im April 2008. Von den 134 eingereichten Vorschlägen wurden 15 ausgewählt und mit 246 Mio. Euro bezuschusst. Die zweite Projektrunde soll offiziell am 30. Oktober 2009 starten.
Zweite Projektrunde der IMI
Die neuen Forschungsschwerpunkte wurden nach eingehender Beratung zwischen den verschiedenen Partnern, darunter der IMI-Wissenschaftsausschuss sowie Vertreter der Europäischen Kommission und von EFPIA-Unternehmen, vom IMI-Verwaltungsrat gebilligt. Sie alle wollen mit öffentlichen und privaten Organisationen zusammenzuarbeiten, um diese Fragen effizienter angehen zu können.
Mit den Themen will die IMI die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente in den Bereichen Krebs sowie Entzündungs- und Infektionskrankheiten beschleunigen. Die EU-Kommission stellt dafür Mittel in Höhe von 76,8 Millionen Euro für Nicht-EFPIA-Mitglieder bereit, während die teilnehmenden EFPIA-Mitgliedsfirmen 79,5 Millionen Euro in Form von Sachmitteln beisteuern wollen.
Die Themen
- Bildgebende Biomarker für die Entwicklung von Krebsmedikamenten
- Neue Instrumente für die Target-Validierung zur Verbesserung der Wirksamkeit von onkologischen Präparaten
- Molekulare Biomarker: schnellere Entwicklung von Krebstherapien und Optimierung der Patientenversorgung
- Identifikation und Entwicklung schneller Point-of-Care-Diagnosetests für die bakterielle Diagnose zur einfacheren Durchführung von klinischen Prüfungen und zur Erleichterung der klinischen Praxis
- Aufklärung von aberranten adaptiven Immunitätsmechanismen
- Translationale Erforschung chronischer immunvermittelter Krankheiten: Brückenschlag zwischen Tiermodellen und dem Menschen.
- Medikamenten-/Krankheits-Modellierung: Bibliothek und Rahmenbedingungen.
- Offener pharmakologischer Raum
- Elektronische Patientenakten (Electronic Health Records)
Werkzeuge
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