Bayer Schering Pharma unterstützt Ärzte-Fortbildung in Tibet

Ein Arztbesuch in den ländlichen Gegenden von Tibet gestaltet sich schwierig. Doch je besser die medizinische Gesamtversorgung vor Ort, desto seltener werden lange Wege zu entfernten medizinischen Zentren nötig sein: Etwa 40 Ärzte aus ganz Tibet kehren demnächst in ihre Kliniken auf dem Land zurück, mit neuen Fertigkeiten und Techniken im Gepäck, die sie auf einer zum Teil von Bayer Schering Pharma gesponserten Fortbildung erlernen.

Die Ärzte befinden sich mitten in einer zwei- bis dreimonatigen Fachfortbildung auf dem neuen Campus der Universität Tibet, am östlichen Rand der Hauptstadt Lhasa. Die Universität greift dabei zu innovativen Mitteln: So werden medizinische Seminare vom West China Center of Medical Sciences in Sichuan als Fernlehrgang per „Telemedizin“ auf den für umgerechnet 56 Millionen Euro neu gestalteten Campus in Lhasa übertragen.

Die Maßnahme gehört zum Projekt „Go West“, das vom chinesischen Gesundheitsministerium mit Bayer Schering Pharma als Partner durchgeführt wird.

Bild: Zur Auftaktveranstaltung in Tibet kamen über 300 Vertreter der Regierung, Ärzte und Studenten.
Bild: Zur Auftaktveranstaltung in Tibet kamen über 300 Vertreter der Regierung, Ärzte und Studenten.

10.000 besser qualifizierte Ärzte in ländlichen Gebieten

Mit „Go West“ will das chinesische Gesundheitsministerium innerhalb von fünf Jahren 10.000 Ärzte in ländlichen Krankenhäusern fortbilden – 332 arme Landkreise im wenig entwickelten Westen Chinas wurden dafür ausgewählt. Das Programm startete 2007 in Lanzhou, Provinz Gansu. Im dritten Jahr ist jetzt Tibet als achte Provinz hinzugekommen.

Drei wichtige Ziele verfolgt das von Bayer Schering Pharma unterstützte Programm: Die medizinische Versorgung auf dem Land wird qualitativ verbessert, der Zugang zu kompetenten Ärzten für Patienten auch außerhalb großer Ballungsräume einfacher und Arztbesuche werden künftig auch für chinesische Kleinbauern eher finanzierbar, als die weite und kostspielige Reise in ein entferntes medizinisches Zentrum.

Beim Theorieunterricht stehen die Pädiatrie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Anwendung moderner Medizintechnik im Mittelpunkt. Die Landärzte vertiefen ihr Wissen im mehrwöchigen Praxisteil in der ausbildenden Klinik. Rund 600 Krankenhäuser deckt das Programm in ländlichen Gebieten des Westens ab und es vernetzt diese mit jeweils einer führenden Klinik in ihrer Region.

Bild: De Ji, Vizepräsidentin der autonomen Region Tibet, spricht auf der Auftaktveranstaltung für das ''Go West''-Programm in Tibet.
Bild: De Ji, Vizepräsidentin der autonomen Region Tibet, spricht auf der Auftaktveranstaltung für das ''Go West''-Programm in Tibet.

Verbesserte Diagnose- und Therapiekompetenz für das Dach der Welt

Die hochkarätige Gästeliste bei der Auftaktveranstaltung in Tibet unterstreicht die Bedeutung des Programms. Zhang Zongjiu, Generaldirektor der ministeriellen Stabsstelle für die Regulierung medizinischer Dienstleistungen war ebenso anwesend wie De Ji, Vizepräsidentin der Autonomen Region Tibet, und eine Vielzahl renommierter Vertreter des Gesundheitswesens.

Das Projekt sei Teil der Bemühungen Chinas um die Weiterentwicklung im Westen des Landes, erklärte Zhang Zongjiu. An dem Bedarf an Fortbildung und Ressourcen im dortigen Gesundheitswesen könne kein Zweifel bestehen. Vor allem müsse die Diagnose- und Therapiekompetenz der Mediziner im Hinblick auf Erkrankungen, die auf dem Land häufig auftreten, erhöht werden.

Oliver Renner, Leiter von Global Corporate Communications bei Bayer Schering Pharma, bekräftigte vor den 300 Gästen der Auftaktveranstaltung das Engagement des Unternehmens in China als einem der wichtigsten Märkte: „Wir setzen auf eine langfristige, nachhaltige Entwicklung.“

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