Bayer Schering Pharma verstärkt Forschung im Bereich der Tumordiagnostik: Lizenzvertrag mit japanischem Unternehmen Hamamatsu unterzeichnet
08. Januar 2009
„Mit dieser Einlizenzierung im Bereich der Tumordiagnostik erweitern wir in idealer Weise unser bestehendes Portfolio in der molekularen Bildgebung bei Krebserkrankungen“, erklärte Prof. Dr. Hans Maier, Leiter der Geschäftseinheit Diagnostische Bildgebung bei Bayer Schering Pharma. „Der medizinische Bedarf für eine spezifischere Diagnose von bösartigen Tumorherden ist sehr hoch. Langfristig erwarten wir, mit unseren neuen Substanzen die Früherkennung bestimmter Krebsarten weiter verbessern zu können. “
„Der Mechanismus dieses PET-Tracers basiert auf der Eigenschaft von Krebszellen, ein bestimmtes Molekül bei der Zellteilung in höherem Maße zu verbrauchen als normale Zellen“, erläuterte Dr. Hideo Tsukada, Chef des PET-Centers bei Hamamatsu. „Da der Tracer somit nicht an gesunde Zellen bindet, konnte in Tiermodellen bösartiges Tumorgewebe besser von gesunden Zellen unterschieden werden. Dies ist ein Beispiel für die langjährige Expertise unseres Unternehmens in der PET-Technologie. “
Die neuartigen Substanzen sind für den Einsatz in der PET-Technologie mit einem kurzlebigen radioaktiven Marker gekoppelt. PET ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, mit dem sich zum Beispiel molekulare Prozesse in Tumorzellen darstellen lassen. Im Gegensatz zu den heute üblichen Verfahren der PET-Bildgebung bei Krebs könnten mit Hilfe der neuen PET-Tracer diese Tumore möglicherweise besser von nicht-bösartigen Veränderungen des Gewebes differenziert sowie eine präzisere Klassifizierung (das sog. Staging) vorgenommen werden.
„Der Mechanismus dieses PET-Tracers basiert auf der Eigenschaft von Krebszellen, ein bestimmtes Molekül bei der Zellteilung in höherem Maße zu verbrauchen als normale Zellen“, erläuterte Dr. Hideo Tsukada, Chef des PET-Centers bei Hamamatsu. „Da der Tracer somit nicht an gesunde Zellen bindet, konnte in Tiermodellen bösartiges Tumorgewebe besser von gesunden Zellen unterschieden werden. Dies ist ein Beispiel für die langjährige Expertise unseres Unternehmens in der PET-Technologie. “
Die neuartigen Substanzen sind für den Einsatz in der PET-Technologie mit einem kurzlebigen radioaktiven Marker gekoppelt. PET ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, mit dem sich zum Beispiel molekulare Prozesse in Tumorzellen darstellen lassen. Im Gegensatz zu den heute üblichen Verfahren der PET-Bildgebung bei Krebs könnten mit Hilfe der neuen PET-Tracer diese Tumore möglicherweise besser von nicht-bösartigen Veränderungen des Gewebes differenziert sowie eine präzisere Klassifizierung (das sog. Staging) vorgenommen werden.
Diagnose von Krebs
Krebs ist in den Industrienationen nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Im Jahr 2020 werden nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit 15 Millionen Menschen neu davon betroffen sein. Damit würde die Neuerkrankungsrate gegenüber 2000 um 50 Prozent steigen. Die Diagnose sowie die korrekte Bewertung der Tumorausdehnung (Staging) spielen eine entscheidende Rolle für die Prognose und somit für die Therapieentscheidung.
Die Erkenntnisse über das Wesen von Krebserkrankungen wachsen ständig: So ist inzwischen bekannt, dass es Unterschiede im Stoffwechsel und in der Wachstumsregulation von Krebszellen und normalen Zellen gibt. Dies kann diagnostisch für eine gezielte Aufspürung der Krebszellen genutzt werden.
Derzeit ist der am besten etablierte PET-Tracer zum Staging maligner Tumore ein mit radioaktivem Fluor gekoppelter Zucker, die F18-Desoxyglukose, abgekürzt FDG. Der Zucker wird insbesondere von schnell wachsenden Zellen aufgenommen. Dies ermöglicht mittels der PET-Bildgebung das Aufspüren von Tumorzellen aber auch anderer stoffwechselaktiver, sich teilender Gewebezellen. Eine Differenzierung zwischen bösartigen Tumorzellen und anderen (gutartigen) Gewebsveränderungen ist allerdings nur begrenzt möglich. Tracer-Moleküle, die gezielt vor allem Tumorzellen ansteuern, könnten in Zukunft eine spezifischere Diagnose und präzisere Klassifizierung von Tumorherden ermöglichen.
Die Erkenntnisse über das Wesen von Krebserkrankungen wachsen ständig: So ist inzwischen bekannt, dass es Unterschiede im Stoffwechsel und in der Wachstumsregulation von Krebszellen und normalen Zellen gibt. Dies kann diagnostisch für eine gezielte Aufspürung der Krebszellen genutzt werden.
Derzeit ist der am besten etablierte PET-Tracer zum Staging maligner Tumore ein mit radioaktivem Fluor gekoppelter Zucker, die F18-Desoxyglukose, abgekürzt FDG. Der Zucker wird insbesondere von schnell wachsenden Zellen aufgenommen. Dies ermöglicht mittels der PET-Bildgebung das Aufspüren von Tumorzellen aber auch anderer stoffwechselaktiver, sich teilender Gewebezellen. Eine Differenzierung zwischen bösartigen Tumorzellen und anderen (gutartigen) Gewebsveränderungen ist allerdings nur begrenzt möglich. Tracer-Moleküle, die gezielt vor allem Tumorzellen ansteuern, könnten in Zukunft eine spezifischere Diagnose und präzisere Klassifizierung von Tumorherden ermöglichen.
Molekulare Bildgebung bei Bayer Schering Pharma
Die molekulare Bildgebung bezeichnet Diagnoseverfahren, mit denen sich insbesondere erste Vorboten von Krankheiten auf zellulärer und molekularer Ebene identifizieren lassen, gegebenenfalls noch bevor sie sich klinisch manifestiert haben. Dies soll nicht nur eine frühere, sondern auch präzisere Erkennung beispielsweise von Tumoren und Erkrankungen des Zentralnervensystems ermöglichen. In der molekularen Bildgebung verfolgt Bayer Schering Pharma vielversprechende Ansätze mit innovativen Trägermolekülen, die hoch spezifisch an bestimmte Zellstrukturen binden. Daraus lassen sich Verfahren zur bildlichen Darstellung von krankheitsspezifischen biologischen Prozessen auf molekularer Ebene entwickeln. Der Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten liegt in der Diagnostik von neurodegenerativen, onkologischen und kardiovaskulären Erkrankungen. In der molekularen Bildgebung unterhält Bayer Schering Pharma verschiedene Forschungskooperationen, etwa mit der Stanford University, der ETH Zürich sowie mit der Universität Nagasaki.
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