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DNA-Chips und RNA-Interferenz
Angriffspunkte finden – mit Erkenntnissen der modernen Genomforschung
Proteine steuern die Abläufe im Körper, gesunde genauso wie krankhafte. Die Bauanleitung dieser Proteine liegt in der DNA: Jedes Protein wird durch einen längeren oder kürzeren Gen-Abschnitt kodiert. Um ein Protein zu bilden, kopieren Körperzellen zunächst den entsprechenden DNA-Abschnitt. Anschließend wird diese Kopie – die so genannte Boten-RNA (messenger RNA, mRNA) – in ein Protein umgesetzt. Jedes mRNA-Molekül bildet damit das Pendant eines bestimmten Proteins: Die Auswertung der Boten-RNA in der Zelle erlaubt somit Rückschlüsse auf die gebildeten Proteine – und damit die von der Zelle angesteuerten Prozesse im Körper.
DNA-Chips machen Proteinproduktion messbar
Störsender für Proteine: RNA-Interferenz
Systematische Targetsuche mit Robotertechnologie
Heute kann mit Hilfe von Robotertechnologien systematisch jedes Gen einer Zelle gezielt angesteuert und die Bildung des korrespondierenden Proteins „abgeschaltet“ werden. Mögliche Zielproteine können auf diese Weise in nur wenigen Wochen per RNA-Interferenz analysiert werden. Das automatisierte Verfahren ermöglicht zudem Beobachtungen, die auf bislang unbekannte Targetkandidaten schließen lassen.
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